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Die wichtigsten Kennzahlen

Traffic-Kennzahlen: Wie viele Besucher hat der Blog?

Natürlich wollt Ihr erst einmal wissen, wie viele Besucher Eure Webseite hat. Diese Besucherzahlen werden als Traffic bezeichnet. Hierbei werden drei grundlegende Kennzahlen unterschieden.

Seitenaufrufe (Page Impressions)

Eine auf den ersten Blick meist recht hohe Zahl. Denn hier zählt jede aufgerufene Seite eines Nutzers. Klickt der Nutzer sich also von der Startseite über einen Menüpunkt auf eine Kategorieseite und von dort aus in einen Beitrag, hat er drei Seitenaufrufe generiert. In diesem Fall ist der Weg recht klar strukturiert und eindeutig. Eine hohe Zahl der Page Impressions kann aber auch dafür sprechen, dass der Nutzer sich schlecht auf deiner Webseite zurechtfindet und oft klicken muss, um zu seinem Ziel zu kommen.

Die Seitenaufrufe sollten daher immer in Kombination mit weiteren Kennzahlen, bspw. der Verweildauer (Time on Site) oder der Absprungrate (Bounce Rate) betrachtet werden.

Kurz und knapp: Die Anzahl aller aufgerufenen Seiten durch die Besucher

Sitzungen (Visits)

Durch das Aufrufen deiner Webseite wird eine Sitzung generiert. Alle Aktivitäten, die der Nutzer innerhalb eines bestimmten Zeitraums durchführt, werden dieser Sitzung zugeordnet. Ist der Nutzer 30 Minuten inaktiv, wird die aktuelle Sitzung beendet - das besagt die standardmäßige Einstellung. Klickt er bspw. nach 32 Minuten Inaktivität wieder auf die Seite oder kehrt am nächsten Tag zurück, wird eine neue Sitzung eröffnet. Die Dauer einer Sitzung kannst du in den Tracking-Einstellung verringern oder auf bis zu vier Stunden erhöhen.

Kurz und knapp: Die Anzahl der Besucher deiner Webseite (Mehrfachzählung eines Nutzers).

Nutzer (Unique Visitors)

Ein Nutzer ist der klassische Besucher deiner Webseite. Besucht er diese zum ersten Mal wird er als "neuer Nutzer/New Visitor" gewertet. Der Browser setzt nun ein Cookie, welches dem Nutzer eine anonyme ID zuordnet. Die sorgt wiederum dafür, dass der Nutzer bei einem wiederkehrenden Besuch deiner Webseite nicht erneut gezählt wird. In diesem Fall würde er in die Gruppe der "wiederkehrenden Nutzer/Returning Visitor" übersiedeln.

Die Kennzahl birgt jedoch auch statistische Ungenauigkeiten. So ist es möglich, dass sich mehrere Personen einen PC teilen - es wird aber nur ein Nutzer gezählt. Oder eine Person verwendet mehrere Browser. Auch hier würde jedes Mal ein weiterer Nutzer gezählt werden, auch wenn es sich faktisch um die gleiche Person handelt. Außerdem nutzen manche Internetnutzer Anonymisierungstools, die das Setzen von Cookies blockieren. Der Nutzer würde dann bei jedem Besuch erneut als Unique Visitor gezählt werden. Abgesehen davon, zeigt dir die Zahl der Unique Visitors aber ziemlich genau, wie viele Personen du mit deiner Webseite erreichst.

Kurz und knapp: Die Anzahl der Besucher deiner Webseite (keine Mehrfachzählung des Nutzers).

Userverhalten: Was machen die Besucher?

Nachdem du nun weißt, wie viele Besucher du auf deiner Webseite hast, solltest du auch noch wissen, ob ihnen das was sie dort vorfinden gefällt und wie lange sie sich dort aufhalten.

Seiten/Sitzung

Diese Kennzahl sagt aus, wie viele Seiten sich deine Nutzer innerhalb einer Sitzung im Durchschnitt ansehen. Bei der Analyse dieses Wertes solltest du jedoch nach neuen und wiederkehrenden Besuchern unterscheiden, indem du auf das Feld "Alle Zugriffe" klickst und dort die beiden Nutzergruppen anhakst. Hast du generell eine hohe Stammleserschaft, also eine hohe Prozentzahl an wiederkehrenden Besuchern, wird der Wert für Seiten/Sitzung vermutlich recht niedrig sein. Warum liegt auf der Hand - diese lesen meist nur die aktuellsten Beiträge, da sie den Rest schon kennen.

Daher ist die Gruppe der neuen Nutzer interessanter, denn hiervon kannst du ableiten, ob dein Blog es schafft, die Aufmerksamkeit dieser Gruppe auf sich zu ziehen. Ist auch dieser Wert sehr gering, solltest du deine internen Verlinkungen ausbauen und bspw. am Ende eines Beitrages auf themenverwandte Beiträge verweisen.

Kurz und knapp: Die durchschnittliche Anzahl der besuchten Seiten innerhalb einer Sitzung.

Durchschnittliche Sitzungsdauer (Average Session Duration)

So viel Zeit verbringen die Nutzer durchschnittlich auf deiner Webseite. Gerade bei Blogs ist dieser Wert oft recht niedrig. Googles Definition dieser Kennzahl trägt hieran einen wesentlichen Anteil. Die Dauer einer Sitzung wird unterschiedlich berechnet, je nachdem ob auf der letzten besuchten Seite einer Sitzung eine Interaktion erzielt wurde - also mindestens ein Klick, reines Lesen zählt nicht dazu. Ruft ein Nutzer also einen Beitrag auf, braucht dieser etwa fünf Minuten um den Beitrag zu lesen und verlässt danach deinen Blog, werden diese fünf Minuten nicht in der Sitzungsdauer erfasst - denn eine Interaktion erfolgte nach Google nicht.

Kurz und knapp: Die durchschnittliche Dauer des Webseitenbesuchs eines Nutzers.

Absprungrate (Bounce-Rate)

Nutzer, die sich auf deinem Blog nur eine einzige Seite ansehen und diesen anschließend wieder verlassen "bouncen". Die Absprungrate verrät, wie viele Nutzer das insgesamt tun. Diese Kennzahl ist für einen Blog relativ zu betrachten und muss als hoher Wert nicht unbedingt negativ sein. Eventuell sind Nutzer direkt über eine Suchmaschine zum Beitrag gelangt, es wurden alle Fragen beantwortet und sie haben die Seite wieder verlassen. Sie bouncen zwar, sind aber dennoch zufriedengestellt. Oder Stammleser haben nur den aktuellsten Beitrag gelesen und die Seite anschließend wieder verlassen.

Kurz und knapp: Nutzerverhältnis von denen, die mehrere Seiten anschauen zu denen, die nur eine Seite anschauen und die Webseite wieder verlassen.

Page Report: Welche Beiträge locken die Besucher?

Du hast jetzt einen ersten Überblick über den generellen Besucherverkehr auf deiner Webseite. Damit du nun auch erfährst, welche Beiträge deine Nutzer am häufigsten lesen, lohnt sich ein Blick auf den Page-Report. Unter "Verhalten - Websitecontent - Alle Seiten" bekommst du die bereits oben beschriebenen Kennzahlen Seitenaufrufe, Time on Site und Bounce Rate für jeden einzelnen Beitrag deiner Seite angezeigt.

Experimentiere ruhig mal etwas mit deinen Beiträgen rum - unterschiedliche Längen, anderer Stil der Headline, mehr Bilder oder die Einbindung eines Videos. Im Page Report kannst du dann über die Zeit herausfinden, welche Beitragsart und welche Themen am Besten bei deiner Leserschaft ankommen und die Erkenntnisse für zukünftige Beiträge nutzen. Achte bei der Analyse aber immer darauf, dass einige Beiträge schon wesentlich länger online sind als andere und somit zum einen schon mehr Aufrufe, dadurch aber auch validere Daten erzielt haben.

Traffic-Quellen: Woher kommen deine Besucher?

Nachdem du nun weißt, wo sich deine Nutzer aufhalten und wie lange sie dort verweilen, ist es natürlich auch interessant zu erfahren, woher sie kommen - also wo sie auf deinen Content aufmerksam geworden sind. Daraus lassen sich Kanäle ableiten, die für deine Webseite besonders gut funktionieren oder eben noch mehr durch Euch gepusht werden sollten.

Klickst du einen der Kanäle an, erhältst du eine dazugehörige Detailansicht. Die Trafficquellen werden hierbei unterschieden zwischen

  • Direct: Hierbei geben Nutzer deinen Domainnamen direkt in die Adresszeile des Browser ein und rufen damit deine Seite auf
  • Organic Search: Die Nutzer gelangen über eine Suchmaschine auf deine Webseite
  • Referral: Nutzer, die über einen Link auf einer anderen Seite auf deiner Webseite landen
  • Paid Search: Klicken Nutzer auf eine von dir bezahlte Anzeige bei Google, zählen sie zu Paid Search
  • E-Mail: Nutzer, die bspw. in deinen Newslettern auf einen Link zu deiner Webseite klicken
  • Social: Nutzer, die über geteilte Links bei Sozialen Netzwerken zu dir kommen
  • Display: Klicken Nutzer auf ein Banner mit einem Link zu deiner Webseite, werden sie als Display kategorisiert
  • Other: Hier zählen u.a. Links aus RSS-Feeds rein

Vergleichst du die Absprungrate und die Conversion-Rates pro Kanal miteinander, kannst du schnell herausfinden, welcher Kanal die hochwertigsten Nutzer liefert und mit welchem Kanal du die meisten Umsätze erzielst. Hieraus lassen sich wiederum zukünftige Maßnahmen ableiten - bspw. dass du mehr SEO betreiben solltest oder dein Newsletter für dich ein wichtiger Umsatzkanal sind.

Kurz und knapp: Unter Akquisition kannst du sehen, über welche Kanäle die Nutzer den Weg zu deiner Webseite gefunden haben und somit welche somit deine stärksten Trafficlieferanten sind.

Fazit

Unser Tipp: Einfach anfangen. Gerade beim Bloggen ist in vielen Fällen die Freude am Schreiben dem unbedingtem Erfolgsdrang übergeordnet. Lass dir also von vermeintlich schlechten Kennzahlen nicht gleich die Bloggerlaune verderben. Steige etwas tiefer in die Analyse ein, schaue dir die einzelnen Beiträge und Kanäle genauer an und leite daraus zukünftige Strategiemaßnahmen ab. Dann ist die Freude über einen steigenden Graphen umso höher.

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