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Wordpress auf VPS installieren

0. Überblick

1. Wordpress installieren

1.1 Einleitung

Wordpress (https://wordpress.com/de) ist eine open source Content Management System. Der Vorteil von Wordpress ist, dass es sehr beliebt ist und daher für so ziemliche jede Aufgabe bereits Plugins existieren. Ebenfalls könnt ihr eure Webseite später mit den tausenden kostenlosen Themes einfach an eure Wünsche anpassen.

1.2 Infos zu yml Dateien

Bei yml Dateien ist es sehr wichtig, dass die Zeilen alle richtig eingerückt sind. Die Zeilen MÜSSEN immer mit der Leertaste eingerückt werden. Es dürfen KEINE Tabs enthalten sein. Ihr könnt den nachfolgenden Code immer online „überprüfen“ lassen. Die meisten Fehler entstehen nämlich durch die falsche Formatierung. Ein Dienst zum Überprüfen ist zum Beispiel: https://codebeautify.org/yaml-validator

1.3 Vorbereitung

Diese Anleitung basiert auf dem aktuellen Debian 10 Betriebssystem. Wordpress werden wir unter Docker realisieren. Dies ermöglicht uns später sehr schnelle Updates und eine schnelle Installation.

Um Wordpress neben anderen Diensten auf unserem Server betreiben zu können, nutzen wir hier den Reverse Proxy Traefik. Die Anleitung dazu finden Sie hier: https://www.dogado.de/vps/vserver-anwendungsfaelle/traefik-reverseproxy-auf-vserver-installieren

1.3.1 Verzeichnis erstellen

Wir erstellen uns ein neues Verzeichnis, in welchem wir später alle Daten von Wordpress abspeichen. Dazu geben wir folgendes in der Konsole ein:

mkdir -p /opt/containers/wordpress/{database,app} 

Ihr könnt hier auch ein anderes Verzeichnis verwenden. Müsst dann aber die gesamte Anleitung entsprechend anpassen.

1.3.2 docker-compose.yml erstellen

Nun können wir mit der eigentlichen „Installation“ von Wordpress beginnen. Dazu öffnet ihr folgende Datei:

nano /opt/containers/wordpress/docker-compose.yml

Nun kopiert ihr folgenden Code in die Datei. Dieser Code ist unser Bauplan für unseren Wordpress Container.

version: '3.1'

services:

wordpress:

image: wordpress

restart: unless-stopped

environment:

WORDPRESS_DB_HOST: wordpress-db

WORDPRESS_DB_USER: exampleuser ## Hier Benutzer eingeben ##

WORDPRESS_DB_PASSWORD: examplepass ## Hier Passwort eingeben ##

WORDPRESS_DB_NAME: wordpress

volumes:

- /opt/containers/wordpress/app:/var/www/html

labels:

- "traefik.enable=true"

- "traefik.http.routers.wordpress-app.entrypoints=http"

- "traefik.http.routers.wordpress-app.rule=Host(wordpress.euredomain.de)" ## Hier eure Domain eingeben ##

- "traefik.http.middlewares.wordpress-app-https-redirect.redirectscheme.scheme=https"

- "traefik.http.routers.wordpress-app.middlewares=wordpress-app-https-redirect"

- "traefik.http.routers.wordpress-app-secure.entrypoints=https"

- "traefik.http.routers.wordpress-app-secure.rule=Host(wordpress.euredomain.de)" ## Hier eure Domain eingeben ##

- "traefik.http.routers.wordpress-app-secure.tls=true"

- "traefik.http.routers.wordpress-app-secure.tls.certresolver=http"

- "traefik.http.routers.wordpress-app-secure.service=wordpress-app"

- "traefik.http.services.wordpress-app.loadbalancer.server.port=80"

- "traefik.docker.network=proxy"

- "traefik.http.routers.wordpress-app-secure.middlewares=secHeaders@file"

networks:

- proxy

- default

wordpress-db:

image: mysql:5.7

restart: unless-stopped

environment:

MYSQL_DATABASE: wordpress

MYSQL_USER: exampleuser ## Hier selben Benutzer eingeben ##

MYSQL_PASSWORD: examplepass ## Hier selbes Passwort eingeben ##

MYSQL_RANDOM_ROOT_PASSWORD: '1'

volumes:

- /opt/containers/wordpress/database:/var/lib/mysql

networks:

- default

networks:

proxy:

external: true

Nun müssen wir noch einiges anpassen.

1.3.4 Hostname anpassen

Nun müsst ihr noch den Hostnamen anpassen, über welchen später Wordpress erreichbar sein soll.

Diese beiden Zeilen müsst ihr anpassen.

- "traefik.http.routers.wordpress-app.rule=Host(wordpress.euredomain.de )"

- "traefik.http.routers.wordpress-app-secure.rule=Host(wordpress.euredomain.de)"

In meinem Fall also:

- "traefik.http.routers.wordpress-app.rule=Host(wordpress.testbereich.net)"

- "traefik.http.routers.wordpress-app-secure.rule=Host(wordpress.testbereich.net)"

Wenn ihr Wordpress direkt auf eurer „Hauptdomain“ betreiben wollt, dann ändert ihr es folgendermaßen ab:

"traefik.http.routers.wordpress-app.rule=Host(www.euredomain.de,euredomain.de)"

"traefik.http.routers.wordpress-app-secure.rule=Host(www.euredomain.de,euredomain.de)"

1.3.5 Passwörter anpassen

Nachdem ihr den Hostnamen angepasst habt, solltet / müsst ihr noch die Passwörter anpassen. Vergebt ihr ein langes, sicheres Kennwort.

Folgende Zeilen müsst ihr ändern:

  • WORDPRESS_DB_USER: exampleuser ## Hier Benutzer eingeben ##
  • WORDPRESS_DB_PASSWORD: examplepass ## Hier Passwort eingeben ##
  • MYSQL_USER: exampleuser ## Hier selben Benutzer eingeben ##
  • MYSQL_PASSWORD: examplepass ## Hier selbes Passwort eingeben ##

Ich ändere also meine Kennwörter ab. Dies könnte beispielsweise so sein:

  • WORDPRESS_DB_USER: wordsql ## Hier Benutzer eingeben ##
  • WORDPRESS_DB_PASSWORD: FhgnaAufnau7812 ## Hier Passwort eingeben ##
  • MYSQL_USER: wordsql ## Hier selben Benutzer eingeben ##
  • MYSQL_PASSWORD: FhgnaAufnau7812 ## Hier selbes Passwort eingeben ##

Nun sind wir fertig.

2. Wordpress starten

Gebt nun folgendes ein, um euren Wordpress Container zu starten:

docker compose -f /opt/containers/wordpress/docker-compose.yml up -d 

Geht nun mit eurem Webbrowser auf eure Webseite (z.B. wordpress.euredomain.de). Dort sollte nach einigen Sekunden folgendes zu sehen sein:

Browserfenster mit WordPress-Installationsseite; WordPress-Logo oben rechts und rechts eine Sprachauswahl mit Scrollbalken.

Hier wählt ihr nun eure Sprache aus. Mit einem Klick auf „Weiter“ gelangt ihr zu dieser Seite.

Bildschirm zeigt WordPress-Installationsseite; zentrales weißes Formularfeld Titel, Benutzername, Passwort, E-Mail.

Hier gebt ihr nun den Titel eurer Webseite ein und legt einen Administrator und das Passwort fest. Aus Sicherheitsgründen solltet ihr diesen Account später nicht verwenden, um eure Artikel zu veröffentlichen. So weiß ein Angreifer nämlich, wie euer Account heißt und er muss dann nur noch euer Passwort „erraten“. Nun könnt ihr Wordpress mittels „WordPress installieren“ installieren.

Nach wenigen Sekunden solltet ihr folgendes sehen:

WordPress-Installationsfenster mit der Erfolgsnachricht, Feldern für Benutzername und Passwort sowie Anmelden-Button.

Nun könnt ihr euch mit eurem Account anmelden. Klickt dazu auf „Anmelden“. Hier gebt ihr nun eure Accountdaten ein.

WordPress-Login: Blaues Logo über weißem Anmeldeformular mit Feldern für Benutzername/E-Mail und Passwort, blauem Button.

Jetzt solltet ihr folgendes sehen:

WordPress-Dashboard mit linker Navigationsleiste, oberer Admin-Leiste und mehreren Widgets im Hauptbereich.

3. Beiträge erstellen

Um neue Beiträge zu erstellen, klickt ihr auf „Beiträge“.

Screenshot des WordPress-Administrationsbereichs; linke Seitenleiste mit hervorgehobenem Menüpunkt 'Beiträge'.

Nun klickt ihr auf „Erstellen“.

WordPress-Adminbereich: linke Seitenleiste mit Beiträge (ausgewählt); oben im Bereich ein blauer, umrandeter Button Erstellen.

Jetzt könnt ihr einfach euren Beitrag schreiben und formatieren. Alle Änderungen werden euch direkt angezeigt. Ich müsst also keinen Quellcode oder ähnliches schreiben.

Screenshot einer WordPress-Seite mit Titel 'Mein erster Beitrag' auf hellmintem Hintergrund und einer Linie darunter.

Mit einem Klick im oberen rechten Bereich auf „Veröffentlichen“ wird der Beitrag online gestellt.

Screenshot eines Editor-UIs: Oben Entwurf speichern, Vorschau, Veröffentlichen (blau); rechts Zahnrad; Beitrag-Block-Tabs.

4. Plugins installieren

Dazu klickt ihr auf „Plugins“.

WordPress-Admin-Seitenleiste links; Plugins-Eintrag rot umrandet; Aktualisierungen zeigt rotes Badge '1'.

Hier seht ihr nun alle bereits installierten Plugins. In unserem Fall wäre sogar ein Update von „Akismet“ verfügbar, welches wir mit einem Klick auf „jetzt aktualisieren“ installieren können.

WordPress-Admin-Oberfläche: Plugins-Seite; sichtbare Plugins-Liste (Akismet Anti-Spam, Hello Dolly) und linke Seitenleiste.

Wir klicken auf aber auf „Installieren“ um uns neue Plugins zu installieren.

WordPress-Adminbereich: Plugins-Seite, Installieren-Button mit roter Umrandung hervorgehoben.

Nun bekommen wir eine Vorauswahl von Plugins angezeigt.

WordPress-Adminbereich: Plugin-Installationsseite mit Karten von Plugins und seitlicher Seitenleiste.

Hier könnt ihr jetzt auf „empfohlen“ oder „populär“ wechseln, um euch die beliebten Plugins anzeigen zu lassen.

Screenshot des WordPress-Adminbereichs: Plugins hinzufügen, Tabs Vorgestellt, Populär, Empfohlen, Favoriten; rote Umrandung der Tabs.

5. Themes installieren

Dazu klickt ihr auf „Design“.

Linke Seitenleiste des WordPress-Dashboards, hervorgehobener Menüpunkt Design mit Hammer-Icon.

Hier wird uns nun angezeigt, dass 3 Designs installiert sind und aktuell das Design „Twenty Twenty One“ verwendet (aktiv) wird.

WordPress-Admin-Dashboard: Theme-Galerie mit vier Kacheln, links Menü, rechts grauer Plus-Platzhalter.

Wir klicken nun auf „Theme hinzufügen“ um neue Designs zu installieren.

WordPress-Adminbildschirm, Themes-Seite; roter Rahmen um den Button 'Theme hinzufügen'.

Hier bekommen wir wieder eine Vorauswahl von Designs angezeigt.

WordPress-Themen-Galerie im Adminbereich: Raster von Theme-Vorschauen, linke Menüleiste, obere Navigationsleiste.

Auch hier können wir wieder nach „populär“ oder sonstigem sortieren.

WordPress-Themes hinzufügen-Seite mit Tabs: Vorgestellt, Popular, Neueste, Favoriten; links Dashboard, Beiträge, Medien, Seiten.
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